Die Kaffeepflanze wächst als Strauch oder kleiner Baum die eine kirschenähnliche Frucht hervorbringt, in deren Innern sich die Samen befinden, die wir als Kaffeebohne kennen. Die Kaffeepflanze gehört zu der Gattung der Rötegewächse (Rubiazeen) , die bei einer Temperatur von 20 bis 25 C in einer Höhe zwischen 400 und 2000 Metern wächst. Die kleinen ,weißen Blüten - ihr wohlriechender Duft erinnert an Jasmin - sitzen in den Achseln der glänzenden, grünen Laubblätter, verblühen jedoch bald und fallen nach etwa drei Tagen ab. Die reifen Früchte, rote kirschenähnliche Steinfrüchte, enthalten im Inneren 2 Steinkerne (Kaffeebohnen) die mit Ihren abgeflachten Seiten zueinanderliegen und mit einer silbernen Membrane überzogen sind.
Wenn die Früchte reif sind, werden sie entweder manuell geerntet (Picking - Methode), wobei nur die reifen Kirschen von der Pflanze abgepflückt werden, oder unter Einsatz von automatischen Maschinen (Stripping) geerntet. Diese Methode kann nicht zwischen reifen und unreifen Früchten unterscheiden und das Ergebnis sind Warenpartien ungleicher Qualität. Die Beeren können dann entweder einer trockenen - oder einer nassen Aufbereitung unterzogen werden, um die Samen vom Fruchtfleisch und von verschiedenen Verunreinigungen zu trennen. Dann werden die Kaffeebohnen in Säcke zu je 60 kg verpackt und vor Licht geschützt in luftigen Räumen gelagert.
Die beiden Arten, die wirtschaftlich von Bedeutung sind, sind die
Coffea Arabica und die
Coffea Canephora, gemeinhin bekannt als
Robusta Kaffee. Die Arabica ist wertvoller und übergibt dem Kaffee das Aroma, während die Robusta dem Kaffee Dichte verleiht. Ihre idealen Wachstumsbedingungen findet die Kaffeepflanze in den von den Wendekreisen des Krebses und des Wendekreis des Steinbocks begrenzten Gebieten wie Mittel- und Südamerika, Zentralafrika sowie Indien und Indonesien. Der Arabica -Kaffee stellt 3/4 der Weltproduktion dar, und seine Plantagen befinden sich in Höhenlagen von 600 bis 2000 Metern. Hauptcharaktaristik der Bohne ist ihre längliche abgeflachte Form, mit einer geschwungenen Furche, der Koffeingehalt liegt bei 1,1 bis 1,7 %.
Die Kaffeesorte Robusta wird in wärmeren und feuchteren Gegenden nicht über 300 Metern Höhe angebaut. Die Bohne ist rund und konvex und besitzt eine fast geradlinige Furche, der Koffeingehalt liegt zwischen 2 und 4,5 %. Ein trainiertes Auge ist in der Lage, die Unterschiede der Kerbenform auch nach dem Rösten zu erkennen.